Schutz: Verhalten am Strand

Gehen Sie während der Brutzeit von Mitte März bis Ende September möglichst an der Wasserkante oder unterhalb der letzten Hochwasserlinie (Spülsaum) entlang und betreten Sie die Dünen und Strandwälle nicht. Damit schützen Sie automatisch Gelege und Küken vor Vertritt. Denn Gelege und Küken sind – wie auch die Altvögel – sehr gut getarnt und werden meist nicht bemerkt. Gleichzeitig tragen Sie zum Erhalt der Strandwälle und Dünen sowie der dort typischen Artgemeinschaften bei und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Küstenschutz.

Bitte halten Sie Abstand zu Absperrungen und betreten Sie diese nicht. Kleinere Absperrungen wie Strandinseln sind selten groß genug, um die natürliche Fluchtdistanz der Arten zu berücksichtigen. Selbst wenn Sie sich knapp außerhalb der Absperrungen aufhalten, gehen die Vögel möglicherweise nicht auf ihr Nest zurück.

Achten Sie außerdem auf Ihre Umgebung. Regenpfeifer machen oftmals durch ein kurzes Rufen auf sich aufmerksam. Wenn die Vögel rufend vor Ihnen herlaufen, befinden Sie sich in Nest- oder Kükennähe. Mit diesem Verhalten versuchen die Vögel, Sie vom Nest oder den Küken wegzuleiten. Gehen Sie also vorsichtig und möglichst direkt zur Wasserkante zurück. Halten Sie sich besonders dicht an den Küken oder dem Nest auf, lassen Regenpfeifer zum Teil die Flügel hängen, um leichte Beute nachzuahmen und Sie damit von Gelegen oder Küken abzulenken.

Informieren Sie sich über die kommunalen Regelungen zum Mitführen von Hunden an Stränden. Außerhalb ausgewiesener Hundestrände müssen die Vierbeiner oftmals an der Leine geführt werden. Ein freilaufender Hund wird von den Tieren als Prädator wahrgenommen und setzt die Tiere enorm unter Stress. Im schlimmsten Fall können Hunde auch Gelege und Küken prädieren. Verzichten Sie bitte auch auf Schleppleinen. Diese werden über weite Strecken flächig über den Strand gezogen und können so zahlreiche Gelege zerstören.

Auch für sonstige Strandaktivitäten gilt: Bitte informieren Sie sich vorab über die gültigen Strandnutzungsregelungen und Schutzgebietsverordnungen. So gibt es beispielsweise speziell ausgewiesene Strandbereiche für Wassersportler*innen, wohingegen das Kiten oder Windsurfen in vielen Schutzgebieten verboten ist. Halten Sie daher bitte ausreichend Abstand zu den Schutzgebieten, sodass Sie auch bei starkem Wind nicht in geschützte Bereiche verdriftet werden.