Strandwallzäune & Dünenschutzzäune

Strandwallzäune oder Dünenschutzzäune sollen zum Erhalt der Strandwälle bzw. Dünen beitragen, indem sie Beschädigungen durch direkten Vertritt oder durch Vertritt der Pflanzendecke verhindern. Dünen- und Strandwallschutz ist also auch Küstenschutz. Die Einzäunungen können aber auch zum Schutz standorttypischer Artengemeinschaften errichtet werden und, sofern die Vegetation nicht zu dicht ist, auch den Strandbrütern als Brutplatz dienen. Strandwall- und Dünenschutzzäune sind bedeutend größer als Strandinseln. Oftmals wird auf einer bestimmten Strecke der gesamte Dünen- oder Strandwallbereich eingezäunt. Für Strandbesucher*innen wird der Zaun regelmäßig unterbrochen, sodass Aufgänge zum Strand offengelassen werden. Auch der untere Strandbereich samt Wasserkante bleibt frei zugänglich. Je nachdem welche Standdauer der errichtete Zaun haben soll, werden verschiedene Materialien zur Abzäunung verwendet. Temporäre Absperrungen über die Brutzeit oder Vegetationsperiode können mit Laterneneisen und Sisalseil errichtet werden. Für mehrjährige Nutzungen werden eher Holzpfähle eingesetzt, die oftmals durch Drahtseile abgespannt werden. Die Nutzung von Draht birgt allerdings ein Verletzungsrisiko für Tiere, weshalb besser Sisalseil zum Einsatz kommen sollte.

Wie bei den Strandinseln sollten zur Erhöhung der Akzeptanz durch Strandnutzer*innen Informationsschilder errichtet werden, die über den Grund der Absperrung aufklären.

Strandwallzaun auf Fehmarn. Gut zu erkennen ist der Unterschied der Vegetationsentwicklung innerhalb und außerhalb des Strandwallzauns. © Melanie Theel.
Strandwallzaun auf Fehmarn. Gut zu erkennen ist der Unterschied der Vegetationsentwicklung innerhalb und außerhalb des Strandwallzauns. © Melanie Theel